Unten im Ortsverein

Filmplakat Unten im Ortsverein
D 2025, 80 Min., ab 6 J., R: Jan-Christoph Schultchen
Menschen in den Ortsvereinen. Sie mischen sich ein. Sie kleben Plakate und verbringen viel Freizeit, meist nach Feierabend, mit Kommunalpolitik ohne Lohn und Dank. Ganz im Gegenteil: An ihren Infoständen und im NETZ schlagen ihnen Undankbarkeit und wüste Unterstellungen entgegen.
Im Ortsverein findet eine Konfrontation statt mit starren Ritualen, vorgebenen
Meinungen, Geschäftsordnungen und Satzungen, mit Rednerlisten und Ladungsfristen. Gelbe Räume, totes Licht, Stühlerücken, Begrüßung und Verschiedenes. Das ganze System scheint so designt zu sein, dass es Kreativität tötet. Ein Filmstoff? Unbedingt!
Denn wer sich für eine Welt nach menschlichem Maß, für eine Gesellschaft der Freien und Gleichen einsetzen will oder auch nur einen neuen Zebrastreifen: Die oder der muss den Weg gehen, den unser Grundgesetz vorgesehen hat. Wer sich vom ersten Eindruck im Ortsverein nicht abschrecken lässt, der oder dem erschließt sich nach und nach das Funktionieren unserer Gesellschaft.
Macht und Ohnmacht werden greifbar und angreifbar.

"Das geilste Drama. (…) In seinen besten Momenten fragt der Film, was Leute motiviert, sich heute, in entfremdeten neoliberalen Verhältnissen, an der Basis einer Partei wie der SPD zu engagieren und dabei noch am Anspruch festzuhalten, linke Politik zu machen."
taz

"Es sind die kleinen Dinge. (…) Doch auf wunderbare Weise wird so die Politik tatsächlich geboren und an die Leute gebracht."
Hamburger Morgenpost

"Applaus"
Süddeutsche Zeitung
Spieltermine