LINDEN - Ein Arbeiterlied

LINDEN - Ein Arbeiterlied
Regisseur Wilfried Wallat stellt seinen Film persönlich vor!
Deutschland 1991, 75 Minuten,
Produktion und Regie: W. Wallat und W. Jost
Erinnerung an eine Gegenwart!
Die beiden Filmemacher Winfried Wallat und Wolfgang Jost sind durch Straßen und Kneipen des Viertels gezogen und wollten wissen, was von den Lindener Arbeitertradition heute noch übrig ist.
Sie sprachen mit Augenzeugen, die in den 30erJahren in Linden lebten, ließen sich erzählen von ihren Erinnerungen an die politischen Aktionen vor der Nazizeit.
Wer in Linden lebt, der liebt Linden. Der liebt jede Ecke, jede Kneipe, jede Gasse, jeden Hinterhof und jeden Kiosk. Wer in Linden lebt und es liebt, der weiß mindestens, dass dieser Stadtteil schon immer ein Arbeiterviertel war. Jeder, der in Linden lebt und es liebt, legt ein besonderes Maß an Lokalpatriotismus an den Tag. Mit Recht kann man sich freuen, in Linden zu wohnen. Es ist etwas Besonderes, man lebt in Linden, nicht in Hannover.
Doch was ist übrig geblieben von der einstigen Arbeiterkultur? Wie war es damals in den 30er-Jahren, als die Hanomag den Mittelpunkt des Arbeiterlebens darstellte? Und was war früher dort, wo jetzt die Faust ist? Wie engagiert kämpften die Lindener im Untergrund gegen den Faschismus? Wie ist Linden zu dem geworden, was es heute ist - ein lebendiger, politisch geprägter, multikultureller Stadtteil für rund 38.000 Menschen?
Winfried Wallat und Wolfgang Jost sind diesen Fragen 1991 auf den Grund gegangen. Sie haben Augenzeugen befragt, wie es früher in Linden war, haben nach Überbleibseln und Erben der solidarischen Arbeiterkultur gesucht und sie auch gefunden. Sie haben einen Teil der Geschichte dieses einmaligen Stadtteils nachgezeichnet. Und obwohl ihr Film “Linden - ein Arbeiterlied” inzwischen selbst schon längst zur Geschichte Lindens gehört, so ist er doch ein sehenswertes historisches Portrait für jeden Alt-, Wahl- und Neu-Lindener und für all jene, die es vielleicht eines Tages noch werden wollen.
Spieltermine